<![CDATA[M.J. Sky - Storyblog - Home]]>Thu, 17 Dec 2015 13:38:38 -0800Weebly<![CDATA[The Huntsmen: Dante - Warten]]>Sat, 02 Nov 2013 22:41:05 GMThttp://mjsky.weebly.com/home/the-huntsmen-dante-wartenDies ist eine Fortsetzungsgeschichte, für eine Inhaltsübersicht schaut doch bitte hier: The Huntsmen

Ungeduldig starrte ich auf die Uhr. Die Zeit verging wie im Schneckentempo und Mikael wollte einfach nicht auftauchen. Über zwei Stunden wartete ich nun auf ihn, weshalb ich genervt ausatmete. Die Zusammenkunft mit dem Rudel lief nicht so, wie sich das Tatjana vorgestellt hatte. Die Ältesten zeigten kaum Interesse, was sie völlig aus dem Konzept gebracht hatte und auch hier war Mikael nicht aufgetaucht. Sie hatte zuvor die Nacht kein Auge zugetan, während sie sich überlegt hatte, was sie sagen sollte. Sie hatte großen Widerstand erwartet, da die Werwölfe den Vampiren nicht freundlich gesonnen sind, aber statt dessen traf sie auf Gleichgültigkeit.
 Mein Geduldsfaden riss und ich schnappte mir mein Zeug. Ich konnte nicht tatenlos herum sitzen, während sie, BigBad und Logan dort draußen waren. Es klopfte an der Tür. Überrascht zog ich meine Augenbrauen in die Höhe und hoffte, dass er eine gute Erklärung parat hatte. Während ich die Tür öffnete, begann ich bereits mit meiner Predigt: „Das wurde auch Zeit! Ich hoffe, dass du...“, die restlichen Worte blieben mir im Hals stecken. BigBad stand mit einem wütenden Gesichtsausdruck vor der Tür und begrüßte mich mit einem nicken. Irgendwas lief hier schief.
„Was machst du hier? Ich dachte die bist bei den anderen?“
Wortlos schüttelte er den Kopf. Er trieb mich damit in den Wahnsinn. Glaubte er, dass meine Frage beantwortet wäre? Bevor ich Platz machen konnte, rempelte er mich beiseite und, verschaffte sich so, Zugang zur Wohnung.

Fragend schaute ich ihn an. Als ich merkte, dass ich keine Antwort bekommen würde, hakte ich erneut nach: „Warum bist du nicht bei Tatjana?“, woraufhin er sich zu mir umdrehte, aber seine Lippen waren aufeinander gepresst. Wenn er sprach, dann nur mit Tatjana oder, wenn er einen Wutausbruch hatte. Was stelle ich also nun mit ihm an? Tatjana war nicht hier, aber meinen Kopf hinhalten wollte ich auch nicht, denn das würde ich wohl nicht überleben. Ich fuhr mir nachdenklich mit meiner Hand durch die Haare. Ich musste irgendwie versuchen, etwas aus ihm raus zu bekommen.
„Okay, so kommen wir nicht weiter. Tatjana ist mit Logan los gezogen und ich befürchte, dass die Beiden ohne dich ziemlich aufgeschmissen sind!“
Entsetzt packte er mich bei den Schultern und schüttelte wie wild den Kopf. Ich versuchte mich aus seinem Griff zu befreien, aber er war zu stark. Ich schrie ihn an: „Ich verstehe dich nicht!“

Offenbar reichte die Aufregung um ihn endlich zum reden zu bringen. Seine tiefe stimme keuchte nur ein einziges Wort aus seiner Kehle hervor:“Mikael!“
Nun wurde ich hellhörig: „Ist ihm etwas passiert?“, als Antwort erntete ich erneut ein energisches Kopfschütteln. Ich musste also doch meinen Kopf hinhalten. Ich hoffte innig, dass ich es nicht bereuen würde und fing an ihn zu beleidigen: „Du hohler Trottel. Nichts bekommst du richtig hin. Ein vampirischer Bastard wäre mir jetzt eine größere Hilfe.“
Sein Griff an meinen Schultern wurde noch fester, als er so wie so schon war. Seine Augen zog er zu Schlitzen zusammen und seine Stirn runzelte sich. Ich war also auf einem guten Weg, damit er mir den Kopf abreißen würde. Ich legte also nach: „Tatjana wäre ohne dich besser dran, selbst ein Vampir könnte sie besser beschützen.“

Ich kniff meine Augen zusammen, in der Erwartung, dass er mich gleich schlagen würde, aber stattdessen lösten sich seine Hände von meinen Schultern. Ich öffnete die Augen und sah, wie er von mir zurück wich Sein Blick gesenkt antwortete er mir endlich: „Leider hast du damit recht.“
Damit hatte ich jetzt nicht gerechet, aber er durfte nicht aufhören zu reden, deshalb trat ich wieder an ihn heran und bohrte ihm meinen Finger in die Brust, bevor ich ihn fragte: „Was ist passiert? Nun sag schon!“
Mit einem Knurren hob er seinen Kopf, aber bewegte sich sonst nicht. Zwischen zusammen gebissenen Zähnen presste er hervor: „Treib es nicht zu weit.“
Ich nahm einen Schritt Abstand von ihm. Ich konnte mich glücklich schätzen, dass er mich warnte und nicht einfach auf mich los ging. Ich verschränkte meine Arme hinter meinem Rücken, so dass er sah, dass ich Einsicht zeigte. Ich bekam dafür ein anerkennendes Nicken.

Er fing an zu erzählen„Während der Ältestenrad tagte, hatte ich die Aufgabe den Brashan zu bewachen. Mikael jagte mir eine Spritze in den Hals und knipste mir damit die Lichter aus.“
Meine Atmung setzte einen Moment aus und ich musste mich setzten. Angestrengt dachte ich darüber nach, was das zu bedeuten hatte. Mein Blick schoss wieder zu BigBad, der voller Schuldgefühle vor mir stand. Endlich verstand ich, was ihm auf dem Herzen lag. Er war wütend auf sich selber, da er nicht seiner Pflicht nachgekommen war. Er hatte nicht nur Tatjana aus den Augen verloren, sondern auch eines der heiligsten Artefakte des Rudels. Was mir jedoch darüber hinaus noch mehr Sorgen machte: Warum stahl Mikael den Brashan?

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<![CDATA[Frankfurter Buchmesse 2013]]>Mon, 14 Oct 2013 11:56:38 GMThttp://mjsky.weebly.com/home/frankfurter-buchmesse-2013Bild
Endlich Samstag :)
Der Wecker klingelte das erste Mal um 6:30 Uhr, natürlich hab ich ihn erstmal eine Viertelstunde weiter gestellt, denn an einem Samstag so früh aufzustehen, ist einfach ZU FRÜH. Ganz aufgeregt und hibbelig, habe ich es dann doch geschafft aus den Federn zu hüpfen. Etwas gefrühstückt und zurecht gemacht fuhr ich dann um 8:00h auf die Autobahn. Immer schön der aufgehenden Sonne entgegen, fuhr ich nach Köln um meine Cousine und die süße Jacqueline abzuholen.

Mit etwas Verspätung kamen wir dann bei Jay Valentine an, bei der ich erstmal wohin musste, denn ich war so schlau, während der Fahrt nach Köln, 300 ml Tee in mich rein zu kippen -,-
Nachdem alles erledigt war machten wir uns, auch wieder mit etwas Verzögerung (der Kaffee musste gemischt und die Sitzplätze eingekuschelt werden) auf den Weg zu Ashley Kalandur.

Mit vielen Fragezeichen im Gesicht, haben wir den Weg dann doch noch gefunden und alle 4 Mädels waren das erste Mal auf einen Haufen. Nach erstem Beschnuppern und einer herzlichen Begrüßung konnte es weiter gehen. Nun hieß es: Nächste Haltestelle FBM.


Wenn es denn so einfach gewesen wäre ...
Ca. eine halbe Stunde vor Frankfurt meldete sich der Kaffee und wir hielten an einer Raststätte. Die einen aßen etwas und die anderen holten sich etwas zu trinken. Kurz darauf konnte es weiter gehen. Nachdem wir dann in Frankfurt angekommen waren, auch nur 15 Minuten später als geplant, da ich, dank dem Navi, die Ausfahrt verpasst habe, gurkten wir etwas planlos durch Frankfurt. Einige Parkplätze waren für Gäste der FBM gesperrt, weshalb wir uns fragend nach einem Parkhaus umsahen. Und siehe da, die Frankfurter Messe hat sogar ein Parkhaus :D

Schnell noch einen nicht reservierten Parkplatz gefunden und schon konnte es los gehen.
Die Halle 3.1. war einfach nur warm, die Luft war nicht zum Atmen geeignet und dennoch ließen wir uns nicht von unserer Suche nach der IndieArea abhalten. Mehr als ich zählen kann, sind wir erstmal daran vorbei gelaufen, um immer wieder die Halle zu durchsuchen. Nach einem Besuch am Infostand, konnten wir immerhin sicher sein, dass es die richtige Halle war. Nachdem man nicht 100%-ig wusste, wie wer aussieht, war die Suche gar nicht so einfach.

Doch wir wurden fündig. Und ich durfte mich mit Emily Bold, Dana Graham und Nikola Hotel unterhalten. Nach ein paar Autogrammen und einer Runde Fotos machten wir uns dann auf die Suche nach Halle 4.0, denn Katja Piel hatte ihr Meet & Greet verlegt. In einer kleinen Nische, zwischen Ausgang und Pappaufstellern, schaute eine pinke Perrücke raus: Gefunden!
Auch hier hatten wir sehr viel Spaß. Erstmal wurde uns ein Schluck Sekt angeboten, wir haben viel geplaudert und noch mehr gelacht.

Ich habe noch nie an einem einzigen Tag so viele sympathische und liebe Menschen kennengelernt. Auch wenn es mit etwas Stress verbunden war, würde ich es jederzeit wieder machen :)
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<![CDATA[The Huntsmen: Tatjana - Im Wald]]>Thu, 10 Oct 2013 19:50:47 GMThttp://mjsky.weebly.com/home/the-huntsmen-tatjana-im-waldDies ist eine Fortsetzungsgeschichte, für eine Inhaltsübersicht schaut doch bitte hier: The Huntsmen

Wir schlichen durch den Wald. Das Knacken der Äste unter unseren schweren Stiefeln machte mich nervös
. Hinzu kam, dass wir die Orientierung verloren hatten. Die Diskussion, warum wir den Van so weit weg geparkt hatten, war im vollen Gange und Logan ließ sich Lautstark darüber aus, dass man nicht vorischtig genug sein konnte, dabei fragte ich mich, welchen Sinn diese Vorsicht hatte, wenn die Vampire uns so wie so kommen hörten und verdrehte die Augen.
"Denkst du vielleicht, dass es etwas leiser ginge? Wenn du noch lauter bist, können wir uns ebenso mit Pauken und Trompeten ankündigen."
Er blieb empört stehen und blickte mich finster an. Wollte er mir nun auch noch eine Szene machen? Abwartend beobachtete ich ihn, darauf gefasst was als nächstes kommen würde.
"Wir sollten nicht nur zu zweit sein! Wo ist dein Bruder? Wir hätten auf ihn warten sollen."
Wir hatten uns mit Mikael und BigBad in meiner Wohnung verabredet, doch Beide waren nicht aufgetaucht, was sehr ungewöhlich war. Ich fragte mich, was es Wichtigeres gab, dass sie aufgehalten haben könnte. Dante hatte sich angeboten zu warten, für den Fall, dass sie noch auftauchen würden. So sind wir dann zu zweit auf dieser selbstmörderischen Mission gelandet. Mit jeder Minute bekam ich ein schlechteres Gefühl dabei."Ich weiß es nicht.", gab ich schließlich zu und legte noch nach: "Aber du hast ihn da mit reingezogen. Ich bin zwar seine Schwester, aber nicht sein Babysitter.", erfolgreich überspielte ich die Sorge, die ich mir um Mikael machte. Logan wirkte plötzlich sehr nachdenklich. Den Moment den er sich dafür ausgesucht hatte, konnte nicht schlechter gewählt sein. Ich trat an ihn heran und packte ihn fest bei seinen Schultern, damit er mich ansehen musste und sagte ihm: "Du musst dich konzentrieren. Ich weiß nicht warum ich mich überhaupt auf das hier alles eingelassen haben, aber wenn du das wirklich durchziehen möchtest, muss ich mich auf dich verlassen können. Du musst aufhören ein solches Weichei zu sein!"
Als Antwort bekam ich einen entsetzten Blick, für einen Moment hatte es ihm wohl die Sprache verschlagen. Vielleicht wollte er das nicht auf sich sitzen lassen, denn er fing an nach Worten zu suchen: "Ich?....Weichei?....Wie k... Mach mal halblang."Bevor ich darauf eingehen konnte, trug der Wind, der pfeifend durch die Bäume zischte, einen Geruch an meine Nase, den ich nur zu gut kannte. Blut. Nicht irgendein Blut. Nein. Das Blut meines Bruders. Wie von der Tarantel gestochen sprintete ich los. Auch, wenn ich die Spur immer wieder verlor, wurde der Geruch nach Blut immer intensiver. Weit konnte es nicht mehr sein. Als ich dem Waldrand näher kam, duckte ich mich und kroch auf meinen Knien durch das nasse Laub.Hinter einem Baum legte ich eine Pause ein. Mein Herz schlug mir bis zum Hals und ich hoffte, dass mich mein schlechtes Gefühl getrügt hatte, dass meine Sorge um Mikael unbegründet war. Ich schaute mich um, wo Logan blieb, denn er konnte kaum mitgehalten habe. Ich vergaß immer wieder, dass er nur ein Mensch war. Ich lauschte in den Wald hinein und konnte ihn immer noch durch den Wald trampeln hören, woraus ich schloss, dass ihm nichts zugestoßen sein konnte.Der Geruch von Mikael´s Blut hielt mich davon ab auf Logan zu warten und ich pirschte mich in dessen Richtung. Ich hatte den Waldrand nun fast schon erreicht, als ich endlich die Ursache fand. Mit einer Fleischwunde am Hals lag Mikael vor mir am Boden. Blind vor Sorge rannte ich zu ihm und überprüfte als erstes seinen Puls. Erleichtert stellte ich fest, dass er noch lebte. Seine Atmung war flach, aber vorhanden.Dann realisierte ich, wie unvorsichtig ich gewesen war, aber zu spät. Bevor ich reagieren konnte hob mich etwas in die Luft.
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<![CDATA[The Huntsmen: Sofia - Auf der Flucht]]>Thu, 12 Sep 2013 21:15:55 GMThttp://mjsky.weebly.com/home/the-huntsmen-sofia-auf-der-fluchtDies ist eine Fortsetzungsgeschichte, für eine Inhaltsübersicht schaut doch bitte hier: The Huntsmen

Während mir Äste ins Gesicht schlugen, hastete ich durch den Wald. Es würde nicht lange dauern bis er bemerkte, dass ich geflüchtet war. Jeder Muskel in meinem Körper schmerzte, ich hatte kaum Kraft und musste schwer atmen. Mir schoss immer wieder die eine Frage durch den Kopf: Wie konnte das möglich sein? Ich war gestorben! Liam hatte mich getötet! Schmerzvolle Erinnerungen kamen in mir hoch, was mich dazu brachte stehen zu bleiben. Ich stützte mich an einen Baum ab, denn der Hunger zehrte an meiner Kraft.
Ich hob meinen Kopf, um den Blick durch die Umgebung streifen zu lassen und stellte fest, dass der Wald bald endete. Ich stürzte auf den Waldrand zu, doch als ich ihn erreicht hatte blieb ich wie angewurzelt stehen. Skeptisch inspizierte ich den Boden. Vor mir lag ein breiter, dunkler Streifen mit gelben Linien. Ich folgte mit meinen Augen dem Verlauf des Streifens und fragte mich, ob es sich vielleicht um eine Landesgrenze handelte. Vorsichtig setzte ich einen Fuß darauf, doch es geschah nichts. Ich ging in die Hocke und legte meine Hand darauf. Es sah aus wie gewöhnlicher Stein, aber noch nie hatte ich ihn so glatt und eben vor mir liegen sehen.Als ich vor mich hin grübelte, sah ich an mir herunter und bemerkte die ungewöhnliche Kleidung die ich trug. Überrascht richtete ich mich wieder auf, da in mir eine weitaus wichtigere Frage aufkam: Welches Jahr hatten wir? Lärm, den ich nicht zuordnen konnte, zog meine Aufmerksamkeit auf sich. Der breite, dunkle Streifen wurde hinter mir immer heller, und das sehr schnell. Ich versteckte mich hinter den Bäumen und sah gerade noch, wie etwas Großes an mir vorbei rauschte, womit sich auch die Dunkelheit wieder um mich hüllte. Verwirrt trat ich zurück auf den dunklen Streifen und blickte dem Ding hinter her. Was war das für ein Monster gewesen und hatte ich im Inneren einen Menschen gesehen? War es so was wie eine Kutsche? Mein Magen knurrte, ich musste mich dringend nähren.

Hinter mir wurde erneut die Straße in taghelles Licht gebadet. Diesmal würde ich stehen bleiben und abwarten, denn egal was es war, es konnte mir sicher nicht gefährlich werden. Nichts konnte mächtiger sein als ein Vampir. Gerade, als ich es anspringen wollte, packte mich jemand von hinten und schlang seine Arme um die meinen unn klemmte diese damit zwischen sich und meinem Brustkorb ein. Ich strampelte mit den Beinen und trat um mich. Hinter mir hörte ich den Werwolf: "Ich habe keine Zeit dafür, also gib auf und spar uns die Zeit."
Ich fauchte ihn an: "Ihr beliebt zu scherzen. Ein Köter, wie ihr es seid, gibt mir keine Anweisungen."
Doch er lachte nur und gab zurück: "Nun, ich bin stärker als du, also werden dir sehr schnell die Optionen ausgehen. Ich habe von Liam´s Blut getrunken, du hast keine Chance gegen mich."
Erstaunt hielt ich einen Moment inne, denn einem Werwolf sein Blut zu geben, verstieß gegen unsere Gesetze. Die Welt musste sich seit meinem Tod sehr verändert haben.

Ich stellte fest, wie sein Griff lockerer wurde. Offenbar hatte er auf meine Reaktion hin vermutet, dass ich aufgegeben hätte. Ich nutzte die Gelegenheit und schlug mit meinen Armen seine auseinander. Ich brachte meine letzte Kraft auf, um mich gegen ihn aufzulehnen. Ich machte einen Schritt nach Links und zog ihn, mit einem Griff in seinen Nacken, vor mich. Er war so perplex, dass er nicht einmal merkte, war mit ihm geschah. Noch während ich ihn zu mir zog, brach ich ihm das Genick und biss ihm in die Halsschlagader. Der Genickbruch würde einen Werwolf nicht töten, allerdings konnte ich nicht versprechen, ihn nicht vollständig auszusaugen.

Ich genoss jeden Schluck der meine Kehle hinunter rann und ließ mir den metallischen Geschmack auf der Zunge zergehen. Ich spürte gleich, wie mein Körper kräftiger wurde. Dann bemerkte ich eine zarte Note von Efeu. Wie gut das schmeckte, ich hatte schon einmal ein solches Blut gekostet, in der Nacht als....
Entsetzt stieß ich den Werwolf von mir weg. Nein! Das konnte nicht sein. Nochj während ich versuchte den Schrecken zu überwinden, krabbelte ich auf meinen Knien zu ihm hin und horchte, ob sein Herz noch schlug. Langsam, aber beständig pochte es vor sich hin. Erleichtert zog ich mich von ihm zurück und lehnte mich, ohne ihn aus dem Auge zu verlieren, mit dem Rücken gegen einen Baum. Innerlich aufgewühlt betrachtete ich ihn, überflog seine Gesichtzüge und sein dunkles Haar. Konnte es tatsächlich sein, dass seine Linie in Liam´s Diensten stand? Diese Vorstellung war absurd.

Durch brechende Äste wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Ich richtete mich auf und horchte in die Wälder. Zwei Stimmen sprachen durcheinander, wovon sich eine sehr aufgebracht anhörte, die einer Frau. Waren uns Liam und Rahla gefolgt? Angestrengt dachte ich nach. Es blieb nicht genug Zeit um sich zu verstecken, die Schamanin würde meine Fährte aufnehmen- Auf einen Baum zu klettern hielt ich ebenso für sinnlos. Also war nun die Frage: Würde mich Liam ein zweites mal töten? Ich machte mich bereit es heraus zu finden.
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<![CDATA[The Huntsmen: Liam - Zu früh gefreut]]>Thu, 15 Aug 2013 21:14:08 GMThttp://mjsky.weebly.com/home/the-huntsmen-liam-zu-frh-gefreutDies ist eine Fortsetzungsgeschichte, für eine Inhaltsübersicht schaut doch bitte hier: The Huntsmen

Der Zorn in ihren Augen zeigte mir, dass sie sich daran erinnerte, was vor ihrem Tod geschah. Sie wirkte noch recht blass und schwach, aber wunderschön. Ich ging ein paar Schritte auf sie zu, aber kletterte sie von dem Altar herunter, so dass dieser jetzt zwischen uns lag. Ich ballte meine Hände zu Fäusten, gab mir jedoch Mühe meine Enttäuschung nicht zu zeigen.
»Auch, wenn ihr in einem anderen Körper steckt, eure Eigenheiten sind die selben geblieben«, ermahnte sie mich bissig. Dann senkte sie ihren Blick und fuhr sich mit der Hand an ihre Kehle. Sie musste durstig sein.
»Möchtet ihr nicht mit mir kommen, damit ihr euch nähren könnt?«, fragte ich sie nachsichtig, während ich mich langsam auf sie zu bewegte.
Ihre Augen schossen zurück zu mir: »Bleibt, wo ihr seid!«
Ich rührte mich nicht, um sie nicht weiter aufzuregen. Ich hätte mir vorher überlegen müssen, wie ich mit ihr umgehen wollte. Wie mir hätte klar sein müssen, dass sie mich nicht mit offenen Armen begrüßen würde. Wie dumm und naiv von mir, das ist sonst nie meine Art gewesen. Unerwartet stand sie im nächsten Moment vor mir. Trotz dessen, das sie noch geschwächt war, hatte sie sich sehr gut unter Kontrolle. Sie durchbohrte mich mit ihrem Blick, als sie mich fragte: »Wie habt ihr das gemacht?«
»Was?«, fragte ich sie grinsend, obwohl ich genau wusste, was sie meinte. Plötzlich fuhr sie mir an die Kehle und drückte meinen Hals zu. Ihre Kraft reichte jedoch nicht aus, um mir gefährlich zu werden. Ich grinste sie weiter an und packte sie am Handgelenk. Anschließend drehte ich ihr den Arm auf den Rücken, dabei keuchte sie kurz erschrocken auf.  Ich zog sie an mich heran, so dass ich meinen anderen Arm um ihre Taille legen konnte, und knurrte ihr ins rechte Ohr: »Ihr solltet eurer Temperament zügeln. Ihr seid mir noch nicht gewachsen.«

Sie versuchte sich zu wehren, trat mir gegen mein Schienbein und stürzte sich nach vorne, doch gab sie es schnell auf, als sie bemerkte, dass es sie nicht weiter brachte. Ich nutzte die Gelegenheit und drückte meine Nase in ihr Haar. Sie roch immer noch wie Megan, aber nicht ganz...
Ich löste meinen Arm von ihrer Taille und schob ihr, mit der freien Hand, die Haare aus dem Nacken. Ich wanderte von ihrem Haar in ihren Nacken und sog ihren Duft tief ein. Ihr entwich ein hörbares Seufzen, als ich begann, ihren Hals zu küssen. Langsam entspannte sich ihr Körper in meinen Armen.
Ich hatte alles um uns herum vergessen, bis sich Mikael zu Wort meldete: »Ist ja süß, aber könnte ich jetzt den 'Brashan' haben?«
Aus dem Augenwinkel sah ich, wie Rahla den Stein zurück in das Leinentuch wickelte. Bevor sie ihn an Mikael übergeben konnte, stand ich bei ihnen, worauf die Schamanin ängstlich zusammenzuckte und in ihrer Bewegung inne hielt. Beide starrten mich mit weit aufgerissenen Augen an und warteten was geschehen würde. Ich riss ihr den Stein aus der Hand, denn ich hatte nicht die Absicht, diesen mächtigen Stein zurückzugeben. Wer weiß, ob ich ihn noch brauchen würde. Dem Werwolf wurde genau das bewusst und schrie mich empört an: »Liam, wir hatten einen Deal!«

Mit gedämpfter Stimme antworte ich ihm scharf: »Ich habe meine Meinung geändert.«
Die Schamanin entfernte sich vorsichtig von uns beiden, denn sie ahnte, was geschehen würde, wenn die Situation eskalierte.
Mikael beschwor mich, bettelte mich regelrecht an: »Bitte Liam, wenn jemand bemerkt, dass der 'Brashan' verschwunden ist, wird der Verdacht gleich auf mich fallen. Ich muss ihn zurückbringen.«
Es schien so, als hätte er endlich seinen Platz gefunden. Er kniete vor mir und von seiner Arroganz war nichts mehr zu sehen. Selbstzufrieden lächelte ich in mich hinein. Ich betrachtete nachdenklich den Stein in meiner Hand und wog ab, woraus ich mehr Vorteile zog. Im Besitz dieses Steins zu sein oder Mikael als treuen Spitzel im Rudel.  Tod wäre er mir keine Hilfe mehr.
Rahla riss mich mit einem schrillen Schrei aus den Gedanken. Sie zeigte mit ihrem Finger auf etwas. Als ich auf die Stelle blickte, auf die sie deutete, stellte ich fest, dass dort bis eben Sofia gestanden hatte. Richtig, sie war verschwunden.

Wütend wand ich mich wieder Mikael zu: »Ich schlage euch einen neuen Deal vor. Bringt sie mir zurück und der Stein gehört euch.«
Er widersprach aufgebracht: »Sie ist ein verdammt alter Vampir, ich habe keine Chance sie einzuholen. Und woher sollte ich wissen, dass du dich diesmal an den Deal hältst?«
»Das könnt ihr nicht, das macht es doch so spannend. Sofia ist geschwächt. Nehmt ein paar eurer Sippe mit und es dürfte kein Problem darstellen. Bringt ihr sie nicht zurück, dann solltet ihr mir nicht mehr unter die Augen treten, wenn euch an euerm Leben etwas liegt.«
Mit offenem Mund stand er vor mir und schaute hilfesuchend zu Rahla, weshalb ich laut auflachen musste: »Die Schamanin kann euch auch nicht helfen.«

Er presste seinen Lippen aufeinander und blickte zu Boden, ein Zeichen seiner Kapitulation, wie ich vermutete.
»Wenn ihr noch länger wartet, wird es schwierig sie einzuholen«, ermahnte ich ihn freundlich, worauf er losrannte.
»Nun zu euch.«, ich legte den 'Brashan' auf den Altar, direkt vor Rahla.
»Ich möchte, dass ihr darauf acht gebt. Könnt ihr das für mich tun?«, ich vertraute ihr, da ich wusste, dass sie ihr Wort mir gegenüber niemals brechen würde, dazu stand für sie zu viel auf dem Spiel.
Wie ich erwartet hatte, antwortete sie mir: »Ja, natürlich, Herr.«
Prima, jetzt musste nur noch Sofia zur Vernunft gebracht werden.
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<![CDATA[Leseprobe: Jay Valentine -Silvermoon (Band 2)]]>Mon, 12 Aug 2013 20:58:26 GMThttp://mjsky.weebly.com/home/october-05th-20132Bild
Cassandra ist nach ihrem Auftrag nach Belron zurückgekehrt. Dort bekommt sie eine Nachricht, die ihr Leben verändern wird. Während James und sie wieder vereint werden, taucht jemand auf, der ihr Glück zu zerstören droht. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt.
  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 450 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 187 Seiten
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00E9BKVXW
  • Taschenbuch 8,95 €
  • Ebook 3,49 €
  • Zum Buch

Seit ihrem Aufenthalt in Avabruck waren nun mehr als zwei Monate vergangen. Die Trauerfeiern für ihre Mitstreiter wurden abgehalten und seitdem gab es für Cassandra wenig zu tun. Sie verließ ihr Gemach im Felsen Belrons nicht und lebte fast nur noch zurückgezogen. Die Jägerin hatte das Gefühl sich zu verändern, selten hatte sie solche ruhige Phasen zwischen ihren Aufträgen und nun las sie in ihrem Lieblingsbuch, obwohl sie es schon fünf Mal gelesen hatte. Gerade las sie eine Passage über die Hauptprotagonistin, die scheinbar in guter Hoffnung war und das Buch fiel ihr aus der Hand. Cassandra riss die Augen auf und rechnete konzentriert. Sie hatte sich seit nun mehr als acht Wochen nicht nach Art der Frau gefühlt und bekam Angst. Sie vermutete dahinter die viele Aufregung und keinesfalls die Romanze mit James, doch sprang sie nun auf und verließ ihre kleine Kammer. Eilig rannte sie an zahlreichen Jägern vorbei und in Richtung des Arztes, der auch im Felsen lebte. 

Ihr blieb nichts anderes übrig, als sich zu vergewissern, dass James sie keineswegs in Umstände gebracht hatte. Es würde ein Skandal werden, weil Cassandra als Nachkomme des dulanischen Herzogs verheiratet sein musste, bevor sie ein Kind gebar und das war sie nun mal nicht. Die braunen Locken der Jägerin wehten im Wind, der durch den Berg pfiff und ihre Schritte hallten von den Steinwänden wider. Es hörte sich an, als jagte ein schweres Tier querdurch die Korridore und keine zierliche Treiberin. Cassandra sah die helle Tür des Medikus und wurde langsamer. Dort angekommen hämmerte sie wie wahnsinnig dagegen. »Öffnet die Tür, oh bitte öffnet die Tür«, sagte sie energisch. Sie konnte sich nicht beruhigen und hatte panische Angst. Sie war zu jung, um Mutter zu werden und nun war der Gedanke allgegenwärtig. Quietschend ging die Tür auf und der Arzt sah sie an. Er war ein großer Mann mit rotblondem Haar und vielen Sommersprossen. »Lady von Dulanis, wie kann ich Euch dienen?«, erkundigte er sich freundlich. »Ich ... muss untersucht werden«, antwortete sie und fragte: »Darf ich bitte hereinkommen?« Er machte einen Schritt zur Seite und ließ sie eintreten. In der Kammer standen ein Bett und seine Tasche und andere Utensilien, die er brauchte. Außerdem auch ein kleiner Tisch mit zwei Stühlen. Die Wände waren aus kahlem Sandstein und nur ein paar Zeichnungen von menschlichen Körpern hingen an der Mauer. Sie nahmen einander gegenüber Platz. Abwartend sah Doktor Lawrence sie an. »Nun, was kann ich für Euch tun?«, fragte er, um die Stille zu unterbrechen. Cassandra knetete ihre Hände in ihrem Schoß und sah auf die Tischplatte. »Ich fühlte mich seit nun mehr als acht Wochen nicht nach Art der Frau«, entgegnete sie mit zitternder Stimme und hob nur langsam ihr Haupt, um in seine grauen Augen zu sehen. Er stockte und sah sie an. »Ihr seid in keiner Ehe, wieso denkt Ihr, dass Ihr ein Kind erwarten könntet?«, wollte er wissen. Die Jägerin errötete und schlug ihren Blick wieder nieder. »Nicht nur Herren sind an Nähe interessiert«, antwortete sie beschämt. »Hmm, lüftet Eure Kleider und legt Euch auf das Bett. Ich werde Euch untersuchen und dann wissen wir bald mehr«, erwiderte er. Cassandra erhob sich und öffnete ihre, mittlerweile viel zu eng sitzende, Lederhose und zog das weite Hemd hoch. Sie legte sich hin und er kam an ihre Seite. Vorsichtig tastete er ihren Bauch ab und fühlte einen verhärteten Unterleib. »Der Hose müsst Ihr Euch entledigen, ich muss Euch auch auf anderem Wege ... «, sagte er leise. Es gab so wenige Jägerinnen, dass er sich schämte, sie so genau zu anzusehen. Selten hatte der Arzt solche Untersuchungen durchführen müssen und nun war es nach Jahren das erste Mal wieder so weit. Mit nacktem Leib lag sie auf dem Bett und ihre Gedanken kreisten wild um James und die Nächte, die sie mit ihm verbracht hatte. Ein Schauer nach dem anderem überlief ihren Körper und sie hatte das Gefühl seine Lippen zu spüren und seine Stimme zu hören. Der Graf fehlte ihr unheimlich. »Ihr dürft Euch ankleiden«, sagte er, als er seine Untersuchung abgeschlossen und seine Hände gewaschen hatte. Cassandra tat es sofort und richtete sich auf. Fragend sah sie ihn an, als er sich zu ihr umwandte. »Und?«, fragte sie heiser. Er ging zurück an seinen Tisch und setzte sich. Dann deutete er vor sich auf den Stuhl und bat sie Platz zu nehmen. Es vergingen nur Sekunden und die Jägerin saß vor ihm. Ihr Blick durchbohrte ihn und ihr Herz schlug ihr bis zum Hals. »Ihr erwartet tatsächlich ein Kind«, sagte er und ihr fiel die Kinnlade herab.
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<![CDATA[The Huntsmen: Liam - Das Ritual]]>Thu, 20 Jun 2013 21:11:44 GMThttp://mjsky.weebly.com/home/the-huntsmen-liam-das-ritualDies ist eine Fortsetzungsgeschichte, für eine Inhaltsübersicht schaut doch bitte hier: The Huntsmen

Megans Körper lag, bekleidet in einem weißen Spitzenkleid, auf dem Altar, umringt von zwölf brennenden Fackeln, inmitten einer kleinen Lichtung. Wenn ich der Schamanin glauben durfte, dann musste Sofias Seele, auch nach so langer Zeit, noch dort draußen sein. Sie hatte mir erklärt, dass es nach dem Tod ein Weiterleben in einer anderen Welt gab. Da sie es bereits an mir demonstriert hatte, lag mir der Beweis vor. Ob es nun Welten, Dimensionen oder sogar den Himmel gab, interessierte mich dabei nicht. Hauptsache sie holte Sofia zu mir zurück.
Konzentriert verteilte Rahla die benötigten Utensilien und sprach dabei ununterbrochen Formeln vor sich her. Zwischendurch hörte ich eine Melodie heraus, die sich aber immer wieder veränderte. Ungeduldig ging ich am Rand des Kreises entlang. Ich fühlte mich wie ein junger Bursche, der einem Fräulein das erste Mal den Hof machte. Ich hatte mich für meinen besten Gehrock entschieden und hoffte, dass sie mich trotz meines neuen Körpers erkennen würde. Die Schamanin richtete sich auf und erklärte: »Es ist so weit. Wo bleibt er?«

Sie hatte recht, er war sehr spät dran. Ich schaute auf meine Uhr und stellte fest, dass er bereits vor einer halben Stunde hätte eintreffen sollen. Das Knacken von Ästen schnitt mir das Wort ab. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht begrüßte er mich: »Ich bin doch da. Die Wegbeschreibung ließ doch sehr zu wünschen übrig.«
Mikael trat aus dem Gebüsch und befreite sich dabei gleichzeitig von dem Laub an seiner Kleidung. Pikiert darüber moserte er rum: »Liam, was wird das hier? Hätte man das nicht genau so gut auf deinem Anwesen durchziehen können, anstatt im Nirgendwo?«
Genervt verdrehte ich die Augen und schnauzte ihn an: »Was fragt ihr mich das? Eure Schamanin wählte den Ort aus.«
Sein Blick wanderte von mir zu Rahla, doch wechselte er das Thema: »Logan sucht Hilfe bei meiner Schwester, um sie zu befreien.«, er deutete auf den leblosen Körper von Megan. Bei dem Gedanken musste ich lächeln. Wie würde Logan wohl auf ihren Tod reagieren? Zu gern würde ich das Leid in seinen Augen genießen.

»Sobald das Ritual vollzogen ist, gibt es niemanden mehr den er retten kann«, sagte ich zu dem Werwolf. Aufregung machte sich in mir breit, die Vorfreude, meine große Liebe in die Arme zu schließen, wurde unerträglich.
Also fragte ich den Wolf aufbrausend: »Hast du es dabei?«
Als Antwort holte er etwas hervor, das in ein helles Leinentuch eingepackt war. Als ich danach griff, zog er seine Hand zurück und musterte mich stirnrunzelnd.
»Denk daran, dass ich es zurückbringen muss. Es darf niemand merken, dass es überhaupt weg war.«
Diese Werwölfe, immer tun sie so wichtig. Er vergaß, wo sein Platz war, als ob ich mir etwas von ihm sagen lassen würde. Entzückend, dass er glaubte hierbei Einfluss zu haben.
»Mikael, du wiederholst dich. Nun gib es ihr schon!«
Er rollte einen Stein aus dem Leinentuch und übergab ihn an die Schamanin. Überrascht fragte ich: »Ein Stein? Darum macht ihr einen solchen Aufstand?«
Wütend drehte Mikael sich zu mir um: »Es ist der 'Brashan'. Jeder Rudelführer legt auf ihm den Bluteid ab, wenn er dem Rudel die Treue schwört.«
Verblüfft hob ich eine Augenbraue an und fragte: »Was macht das für einen Sinn? Es ist und bleibt ein Stein.«, mein Blick ruhte skeptisch auf dem Brocken.
Nun atmete er schwer aus und blickte hilfesuchend zur Schamanin. Sie lächelte uns an und versuchte es mir zu erklären: »Der 'Brashan' ist durchtränkt von dem Blut der Rudelführer und somit mit deren Energie, er funktioniert wie ein Verstärker. Stellt ihn euch, wie einen großen Altar vor, auf dem regelmäßig Jungfrauen geopfert werden.«

Eine Stunde später schritt die Schamanin immer noch um den Altar herum, leise vor sich her flüsternd. Am liebsten wäre ich ihr an die Gurgel gegangen, ich fragte mich, warum das so lange dauerte.
»Rahla stimmt was nicht?«, fragte ich nach.
Sie schritt weiter den Kreis entlang, während sie mir antwortete: »Sie kämpfen gegen mich an.«
Ich glaubte, mich verhört zu haben: »Sie?«, aber sie nickte nur.
»Was meint ihr mit Sie?«, fuhr ich sie nun angesäuert an.
Erschrocken hob sie ihren Blick: »Megan und Sofia. Sie wehren sich.«
»Aber Megan ist tot?«, zornig starrte ich sie nieder. Ich roch die Angst, die sie überkam. Dieses widerspenstige Weib legte mir immer noch Steine in den Weg.
»Es ist nicht so einfach zu erklären. Ich werde es schaffen, gebt mir nur Zeit.«

Nochmal fast eine Stunde später veränderte sich das Wetter. Die Baumkronen um uns schwankten im starken Wind. Blätter und kleine Äste flogen durch die Luft. Dann spürte ich die Energie, die sich um uns sammelte. Erst schossen die Flammen der Fackeln empor, um anschließend plötzlich zu erlöschen. Dann Stille. Kein Vogelzwitschern, kein Blatt, das sich rührte. Die Energie um uns ebbte langsam ab. Erst als sie vollständig verschwunden war, wagte ich das Wort zu ergreifen: »Was war das?«
Aus der Dunkelheit heraus antwortete mir die dünne Stimme der Schamanin: »Es ist getan.«
Neben mir keuchte Mikael auf, als die Fackeln wie aus Geisterhand wieder feuer fingen. Rahla kniete erschöpft vor dem Altar, auf dem sich nun Megan, nein, Sofia aufrichtete.
Desorientiert schweifte ihr Blick über die Lichtung, bis sie mich erblickte.
Erwartungsvoll wartete ich ab, ob sie mich erkennen würde. Aber die erhoffte Freude in ihrem Gesicht blieb aus, stattdessen verzerrte es sich zu einer wütenden Fratze.
Einen Wimpernschlag später stand sie vor mir: »Bastard.«
»Sofia, Liebste, ich freue mich auch euch zu sehen«, begrüßte ich sie überglücklich.
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<![CDATA[The Huntsmen: Logan - Entschlossen]]>Sun, 16 Jun 2013 21:09:39 GMThttp://mjsky.weebly.com/home/the-huntsmen-logan-entschlossenDies ist eine Fortsetzungsgeschichte, für eine Inhaltsübersicht schaut doch bitte hier: The Huntsmen

Wütend starrte die Werwölfin ihren Bruder nieder. Ich wusste nicht, was zwischen ihnen vorgefallen war, aber ging mich das auch nichts an.
»Also, was ist?«, fragte ich Dante nervös.
Er schob seine Finger ineinander und legte sein Kinn auf sie, nachdem er seine Ellenbogen auf seine Knie stützte. Er blickte mich nachdenklich und mit zusammengezogenen Augenbrauen an.
»Du meinst es also ernst?«, fragte er mich. Ich nickte ihm entschlossen zu.
»Kumpel, es tut mir leid, dass ich es dir sagen muss, aber sie ist aus freien Stücken mit ihm gegangen. Verdammt, sie hat dabei zu gesehen, wie er Jay das Herz aus der Brust riss, und hat nicht mal mit der Wimper gezuckt.«
Während Tatjana weiter ihren Bruder anstarrte, mischte sie sich ein: »Du bist von ihr besessen und gehst für sie über Leichen. Ist dir das überhaupt klar?«
Erschrocken über die harten Worte ließ ich mich in die Couchkissen fallen. Wie konnte sie das sagen? Ich hatte nur versucht ein unschuldiges Leben zu schützen, dafür stand unsere Organisation ein, ebenso wie ich.
»Natürlich hast du darauf keine Antwort«, fuhr sie mich an.
Sie stand auf und ging aufgeregt durch den Raum. Dante ging zu ihr und nahm sie in den Arm: »Bitte, beruhig dich. Lass uns die Sache besprechen.«
Sie schlug seine Hände weg und neben mir erklang ein kehliges Knurren.
»Wirklich?«, die Werwölfin fuhr zu uns herum und schrie ihren Bruder an: »Ausgerechnet jetzt lässt du den Bruder raushängen?«
Die Situation spitzte sich immer mehr zu. Ich hatte gehofft, dass Mikael mir helfen würde, sie zu überreden, doch momentan schien es so, als würde er genau das Gegenteil bewirken.
Mikael blieb ruhig sitzen, hatte aber einen drohenden Unterton in seiner Stimme, als er ihr antwortete: »Er ist kein geborener Werwolf. Er hat seine Finger von dir zu lassen!«, jeder im Raum wusste, wen er meinte.
Provokativ schmiegte sie sich näher an Dante. Ich sah, wie Mikael seine Kiefermuskultur anspannte und seine Fäuste ballte. Was war zwischen den beiden vorgefallen?

Dante merkte es auch und stieß Tatjana aufgebracht von sich. »Ihr benehmt euch wie kleine Kinder. Du bist die Rudelführerin!«, dann wandte er sich zu Mikael: »Und du, du kommst hier her und machst ihr nur Vorwürfe. Wie kommt ihr auf die Idee, dass sie euch dann noch helfen würde?«
Mit schuldbewusster Miene entschuldigte sie sich bei Dante: »Okay, du hast recht. Aber das hier ist keine Entscheidung, die ich alleine treffen werde. Ich berufe eine Versammlung ein.«

»Moment mal«, rief ich dazwischen. »Ich bat nicht dein Rudel um Hilfe, sondern Dante. Wir haben schon einmal im Alleingang Megan befreit.«
Tatjana lachte laut auf: »Klar, weil er sich zufällig in einen Wolf verwandelt hat. Wäre das nicht der Fall gewesen, hättet ihr keine Chance gehabt.«
Hilfesuchend schaute ich Dante an, aber er presste seine Lippen aufeinander und senkte seinen Blick. Mir wurde klar, dass er sich ihr beugen würde, egal welche Entscheidung sie traf, trotzdem wollte ich Dante dabei habe. Nachdem sich Ty ausschließlich um Rachel kümmerte, war er der einzige Freund, auf den ich mich verlassen konnte, wenn es drauf ankam. Also musste ich mich wohl irgendwie damit arrangieren.
»Wann würde diese Versammlung stattfinden?«, fragte ich.
Sie antwortete mir: »Ich denke in den nächsten zwei Tagen.«
Das dauerte zu lange, was konnte in der Zeit alles passieren? Dante schien mir meine Unzufriedenheit angesehen zu haben, denn er fragte: »Nicht schnell genug? Viele Rudelmitglieder leben nicht in direkter Umgebung. Ein paar müssen erst anreisen.«
Er schaute mich einen Moment abschätzend an, bevor er weitersprach: »Wenn ich dir meine Meinung dazu sagen darf, empfehle ich dir, von diesem Hin und Her, mit Megan, Abstand zu nehmen. Sagen wir mal, dass wir sie da rausholen, was dann? Liam kommt wieder, nimmt uns wie letztes Mal auseinander und sie geht erneut mit ihm.«
Entschlossen entgegnete ich ihm: »Dazu wird er nicht in der Lage sein.«
Mit einem Lachen fragte er mich: »Ah ja? Und warum nicht?«
Ich senkte meinen Blick bevor ich ihm, noch entschlossener als zuvor, meine Lösung des Problems präsentierte: »Weil ich ihn diesmal endgültig töten werden.«

Es schien, als hielten alle gleichezeitig die Luft an. Die Werwölfin ließ ihren entsetzen Blick durch die Runde schweifen und brachte dann ihren berechtigten Zweifel an: »Du hast schon einmal gedacht ihn getötet zu haben und plötzlich war er wieder da.«
Sie hatte recht, aber dafür musste es einen Grund geben, den ich herausfinden wollte.
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<![CDATA[The Huntsmen: Dante - Unerwarteter Besuch]]>Wed, 29 May 2013 21:07:44 GMThttp://mjsky.weebly.com/home/the-huntsmen-dante-unerwarteter-besuchDies ist eine Fortsetzungsgeschichte, für eine Inhaltsübersicht schaut doch bitte hier: The Huntsmen

Eng umschlungen standen wir im Wohnzimmer. Mit jedem Atemzug schmiegte sich ihr Körper enger an meinen. Verblüfft über ihr Verhalten zuckte ich zurück, doch sie ignorierte es einfach und griff nach meinen Armen, um meine Hände auf ihre Hüfte zu legen. Während wir uns weiter küssten, strich ich ihr unbeholfen über ihren Rücken.
»Warte«, bat ich sie, worauf sie sich von mir zurückzog und mich fragend anblickte. Ihre Hände ruhten noch auf meinem Brustkorb, als sie mich fragte: »Bin ich zu weit gegangen?«
Ich wusste nicht, was ich ihr darauf antworten sollte und schüttelte stattdessen verwirrt den Kopf. Sie blickte mich besorgt an. Ich verstand auch nicht, was mich verunsicherte. Seit Wochen genoss ich ihre Nähe, konnte es kaum erwarten sie zu sehen und jetzt, wo sie mich küsste, mich wollte, brachte mich das aus der Fassung. Ich betrachtete sie, wie sie mit geröteten Wangen vor mir stand, und fragte mich, was ich hier tat. Als Nächstes zog ich sie wieder an mich heran und küsste sie erneut, doch eindringlicher als zuvor. Ich legte all meine Leidenschaft in diesen einen Kuss. Ich hob sie hoch, so dass sie ihre Beine um meine Hüfte schlingen konnte. Und fragte sie: »Wo ist dein Schlafzimmer?«, sie deutete in eine Richtung und drückte sofort wieder ihre Lippen auf meine.
Plötzlich klopfte es an der Tür. Erschrocken entwand sie sich meiner Umarmung und zupfte hektisch ihre Bluse zurecht. Während sie ihre Haar richtete, ging sie zur Tür. Sie lugte durch den Türspion und atmete hinterher hörbar genervt aus, bevor sie die Tür öffnete.
»Was möchtet ihr?«, begrüßte sie die Besucher unfreundlich.
Logan stand in der Tür und blickte verlegen zu mir und dann zur Werwölfin: »Dürfen wir vielleicht reinkommen?«
Er setzte sein charmantes Lächeln auf. Ich kannte ihn lange genug, um zu wissen, dass es nichts Gutes bedeutete. Anstatt darauf zu warten, dass sie ihn hereinbat, kam ich ihr zuvor: »Klar, kommt rein.«, wofür ich einen vorwurfvollen Blick von ihr erntete, den ich allerdings nachvollziehen konnte, als der zweite Besucher hinter Logan durch die Tür trat. Mikael.

Wir machten es uns im Wohnzimmer gemütlich. Unangenehmes Schweigen legte sich über den Raum, weshalb ich Logan ansprach: »Also, was gibt es?«
»Ich hoffe, dass wir nicht gestört haben?«, antwortete er mir.
Mein Blick schoss zur Werwölfin und unsere Augen trafen sich. Ich sah ihr an, dass die Antwort auf die Frage eindeutig »Ja« lautete, aber ich antwortete ihm: »Nein, macht dir keine Sorgen. Wir sind durch mit unserem Werwolfkram. Also raus mit der Sprache.«
Unbehagen stand in seinem Gesicht geschrieben und Mikael, der bisher noch kein Wort gesagt hatte, musterte seine Schwester aufmerksam. Auch er konnte wittern, dass wir bis eben anderweitig beschäftigt waren, nur Logan ahnte nichts.
Nachdem sie die Blicke ihres Bruders dulden musste, fauchte sie ihn an: »Was hast du denn plötzlich mit Logan zu schaffen? Warst du es nicht, der unser Rudel aus deren Angelegenheiten raushalten wollte?«

Herausfordernd baute sie sich vor den Besuchern auf. Logan wurde auf der Couch immer kleiner, doch Mikael zuckte nicht mal mit er Wimper, als er ihr antwortete: »Schwesterchen, meine Motivationen gehen dich nichts mehr an.«
Ich räusperte mich und zog damit die Aufmerksamkeit auf mich: »Bevor ihr euch gegenseitig die Köpfe abreißt. Wie wäre es, wenn ihr uns sagt, was ihr wollt?«
Dann platzte es aus Logan heraus: »Ich hatte gehofft, dass du mir helfen würdest, Megan zurück zuholen.«

Ich musste ihn einen Moment entgeistert angestarrt haben, denn er wartete meine Antwort nicht ab, sondern stand auf: »Ich hätte es mir denken können. Außer Mikael möchte mir keiner helfen.«
Zu meiner Überraschung sprach der Werwolf ihm Mut zu: »Sei doch nicht so voreilig. Hast du eben nicht noch gesagt, dass du dich auf ihn verlassen könntest.«
In den Augen des Jägers blitzte Hoffnung auf. Sein erwartungsvoller Blick ruhte nun auf mir. Aber Tatjana kam mir zuvor: »Ist das dein Ernst?«, die Frage galt Mikael, der lediglich nickte.
Wütend hakte sie nach: »Du hast mir die letzten Wochen die Verluste vorgeworfen, die unser Rudel erleiden musste, weil ich Dante und damit auch Logan unterstützt habe und jetzt willst du ihm plötzlich helfen?«
Ungläubig ließ sie sich zurück in den Sessel fallen, als sie merkte, dass sie von Mikael keine Antwort zu erwarten hatte.
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<![CDATA[Leseprobe: Jay Valentine - Silvermoon (Band 1)]]>Mon, 20 May 2013 21:22:33 GMThttp://mjsky.weebly.com/home/leseprobe-jay-valentine-silvermoon-band-1Bild
  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (19. Mai 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 148950480X
  • ISBN-13: 978-1489504807
  • Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 12,9 x 2,3 cm 
  • Preis: Taschenbuch 9,95 / eBook 6,49€
  • Seiten: 368 
  • Erhältlich bei Amazon: Zum Buch

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